Kleinstunternehmen mit einem Jahresumsatz unter 17.500 Euro können mehrwertsteuerfrei am Friseurmarkt agieren. Und ihre Zahl wächst stetig. Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks kritisiert, dass dieses Steuerprivileg der sogenannten Mikrobetriebe seit Jahren zu massiven Wettbewerbsverzerrungen führt - zu Lasten der nachhaltig wirtschaftenden Friseurunternehmen. Andere halten dagegen, die Kleinstunternehmer-Regelung sei immer noch besser als Schwarzarbeit.
Was meinen die Friseurinnen und Friseure? Sollte der Gesetzgeber die MwSt-Freigrenze für Jahresumsätze unter 17.500 Euro abschaffen oder nicht?
Ja, das Steuerprivileg muss weg, denn es behindert einen fairen Wettbewerb und führt zu existenziellen Herausforderungen für viele Friseurunternehmen, die ausbilden und Mitarbeiter beschäftigen.
85,23 Prozent
Nein, um die Mikrobetriebe wird zu viel Aufhebens gemacht. Sie bedienen auf legale Weise und nur im beschränkten Umfang die Nachfrage nach professionellen Friseurleistungen.