

Das Friseurhandwerk gehört zu den ausbildungsstarken Dienstleistungsbranchen und gibt so vielen Jugendlichen eine berufliche Perspektive. Gerade auf junge Frauen übt der lifestyle-orientierte Modeberuf eine große Anziehungskraft aus: Rund 90 Prozent der Auszubildenden sind weiblich. Der Traumberuf „Friseurin" nimmt auf der Beliebtheitsskala der handwerklichen Berufe seit Jahren einen Spitzenplatz ein. Wie in vielen anderen Branchen war jedoch auch hier die Situation im Jahr 2010 weiterhin gekennzeichnet durch die gravierenden Folgen der Wirtschaftskrise im Vorjahr. Dennoch bilden die Friseurunternehmen überdurchschnittlich viel aus.
Über 34.700 junge Menschen absolvierten im Jahr 2010 eine Ausbildung im Friseurhandwerk. Ein eindrucksvoller Beleg für das überdurchschnittliche Engagement der Unternehmen ist die Ausbildungsquote. Sie lag auch in 2010 mit 13,3 Prozent auf einem hohen Wert. (Vergleich: Handwerk = 9,3 Prozent und Gesamtwirtschaft = 3,7 Prozent). Im Klartext: Jeder siebte Mitarbeiter in der Friseurbranche ist ein Auszubildender. Neben den Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise gehört auch der demografiebedingte Rückgang der Bewerberzahlen zu den relevanten Gründen für den Rückgang des Lehrlingsbestandes.