

Friseure und Friseurinnen haben ihr Dienstleistungsangebot in den vergangenen Jahren ständig weiterentwickelt und optimiert. Neben perfekten Haarschnitten, modernen Haarfarben, trendigen Stylings und aktuellen Make ups gehören heute auch Hair Extensions, Naildesign und immer häufiger Wellnessanwendungen wie Massagen, Peelings, Pflegebäder, Masken und Kompressen dazu. Im Friseurhandwerk bleibt kein Kundenwunsch offen. Kein Wunder also, dass die Vielfalt der Unternehmenskultur so charakteristisch für das Friseurhandwerk ist. Originelle und unverwechselbare Salonkonzepte sind zahlreich in der Branche. Beauty-Tempel, Event-Salon oder Cut & Go-Shop stehen beispielhaft für den Ideenreichtum der Friseurunternehmer. Zugleich prägen unterschiedliche Betriebstypen die Unternehmenslandschaft der Branche: Hier findet man den traditionellen Familienbetrieb ebenso wie den großen Filialkonzern.
Die Zahl der Betriebe nimmt im Friseurhandwerk seit Jahren kontinuierlich zu. Diese hohe Gründunsgdynamik ist nicht unproblematisch. Immer mehr Betriebe drängen auf den Friseurmarkt, während die Zahl der Beschäftigten sinkt. Die Folge: eine starke Zunahme unternehmerischer Kleinstexistenzen. Diese sogenannten Mikrobetriebe beschäftigen weder Mitarbeiter noch bilden sie Fachkräfte aus und sind unterhalb eines Jahresumsatzes von 17.500 Euro von der Umsatzsteuer befreit. Dies führt zu eklatanten Wettbewerbsverzerrungen am Friseurmarkt. Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerk fordert daher die Abschaffung der steuerlichen Privilegierung der Mikrobetriebe.
