

Die Verbraucher schätzen die Friseurinnen und Friseure als kreative Schönheitsprofis, Trendsetter der Frisurenmode und kundenorientierte Dienstleister. Umfragen aus den letzten Jahren belegen, dass die Kunden vor allem die fachliche Qualifikation und den freundlichen Service im Salon positiv bewerten. Von der hohen Kundenakzeptanz können Friseurunternehmen auch in schwierigen Zeiten profitieren. Dies bewahrheitete sich nicht zuletzt in der größten Rezession der Nachkriegszeit (2009), in der sich das Friseurhandwerk im Vergleich zu anderen Branchen ohne größere Umsatzeinbußen behauptete. Gleichwohl hängt die Friseurmarktkonjunktur ursächlich mit dem Verlauf des privaten Konsums zusammen, der sich auch im letzten Jahr eher moderat entwickelte und stark durch das hohe Preisbewusstsein der Konsumenten geprägt war. So konnte die Friseurbranche vom unerwartet starken Wirtschaftswachstum in 2010 insgesamt noch nicht profitieren.
Jenseits der statistischen Durchschnittwerte für Umsazentwicklung in 2010 weisen die Ergebnisse aus zwei (nicht-repräsentativen) Online-Umfragen des Zentralverbandes jedoch auf eine beachtliche Zahl deutlich positiverer Unternehmenskonjunkturen hin. (Die Resultate der Umfragen können hier eingesehen werden: Ergebnisse 1. Halbjahr 2010 und Ergebnisse 2. Halbjahr 2010.) Dies zeigt: Grundsätzlich sind am Friseurmarkt gute Umsatzchancen vorhanden, und viele Betriebe nutzen diese auch. Denn schöne Haare und die "richtige" Frisur haben einen hohen Stellenwert für das menschliche Selbstwertgefühl. Mit einer nachhaltigen Verbesserung des Konsumklimas steigen für Friseursalons die Aussichten, vom aktuellen Aufschwung mehr zu profitieren.
