
Seit Jahren schauen deutsche Friseurinnen und Friseure zu, wie in europäischer Nachbarschaft erfolgreich ermäßigte Mehrwerststeuersätze angewendet werden. Paradebeispiel: die Niederlande. Eine aktuelle Studie dokumentiert den MwSt-Erfolg in diesem Nachbarland. Dort konnte ein Beschäftigungswachstum von rund 15 Prozent erzielt werden. Die positiven Arbeitsmarkteffekte zählen zu den stärksten Argumenten für eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Friseurdienstleistungen.
Instrument gegen die Schwarzarbeit
Die Bekämpfung der Schwarzarbeit im Friseurhandwerk wird stiefkindlich behandelt, obwohl deren Ausmaß seit Jahren die Branchenkonjunktur massiv schädigt. Nach Experten-Schätzungen werden jährlich rund 20 Prozent des Branchenumsatzes an den legalen Salons und am Fiskus vorbei erwirtschaftet. Diese Ausfälle werden durch die hohen Steuer- und Sozialabgaben quasi „gegenfinanziert". Deshalb muss nach Auffassung des Zentralverbandes die Friseurdienstleistung im Salon nachhaltig durch eine Senkung der Mehrwertsteuer auf 7 Prozent entlastet werden. Der Zentralverband fordert die neue Bundesregierung auf, die staatlichen Anteile an den Friseurdienstleistungspreisen zu reduzieren.
Der Zentralverband fordert deshalb eine rasche und umfassende Modernisierung des Mehrwertsteuersystems, bei dem auch die Einführung von 7 Prozent MwSt auf Friseurdienstleistungen berücksichtigt wird. Mehr Informationen rund um das Thema finden Sie im Internet auf www.kurssiebenprozent.de/.
Köln, 25.11.2009
44/2009 dik
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