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Friseurunternehmerin Katharina Kalinowsky 
im Interview.

 

"Die Azubis dürfen nicht auf der Strecke bleiben!"

Friseurunternehmerin Katharina Kalinowsky aus Tostedt, Obermeisterin und Nominierte zur Unternehmerin des Jahres 2019, liegt in der Corona-Krise das Weiterkommen ihrer Auszubildenden besonders am Herzen. Deshalb hat sie clevere Ideen entwickelt, wie die Ausbildung auch in Corona-Zeiten fortgesetzt und die salonfreie Zeit sinnvoll genutzt werden kann.

Liebe Frau Kalinowsky, welche Maßnahmen haben Sie ergriffen, um die Auszubildenden während der Salonschließung weiterhin zu betreuen?

Meine Azubis haben von mir ein „Home-Care-Kit“, bestehend aus Übungsköpfen, Wicklern, Produkten und Werkzeugen, mit auf den Weg bekommen. Ich habe auch neue Übungsköpfe besorgt, damit alle ausreichend versorgt sind. Dazu erhalten die Auszubildenden je nach Wissensstand und Fähigkeiten regelmäßige Aufgaben, die sie sich z.B. mithilfe von Youtube-Tutorials oder Fachbüchern selbst erarbeiten sollen. Zum Beispiel: „Lerne einen Fischgrätzopf“. Die erstellten Frisuren werden dann in einer Videokonferenz gezeigt und von mir kontrolliert. Das hat bisher sehr gut geklappt. Außerdem habe ich meine Auszubildenden zu Gratis-Webinaren, die derzeit vermehrt angeboten werden, angemeldet.

Gibt es auch Initiativen auf Innungsebene zur Ausbildungsförderung?

Ja, das ist ganz besonders schön. Ich habe als Obermeisterin sämtliche Innungsbetriebe aus meinem Kreis abtelefoniert, um ein Gemeinschaftsprojekt auf die Beine zu stellen und Kräfte zu bündeln. Das Interesse war sofort sehr groß. Wir haben jetzt eine große WhatsApp-Gruppe und stellen allen beteiligten Azubis lehrjahrgerechte Aufgaben. Es gibt eine Übungskopf-Tauschbörse. Zudem drehe ich gerade eigene Tutorials, die ich allen zur Verfügung stelle. Vor allem die Themen Telefontraining und Salonmanagement sind für die Zeit nach der Krise extrem wertvoll, um clever Termine zu vergeben und Zusatzdienstleistungen zu verkaufen. Die Innungsgemeinschaft wächst gerade richtig zusammen. Das ist ein tolles Gemeinschaftsgefühl. Alle sitzen im selben Boot und der gegenseitige Austausch und die Unterstützung sind Gold wert in dieser Zeit.

 

 Foto: Katharina Kalinowsky.

 

 

 

Ausbildung trotz Salonschließung


Die Tipps im Überblick:

1. „Home-Care-Kits“ bestehend aus verschiedenen Übungsmedien, Wicklern, 
Produkten und Werkzeugen

2. Regelmäßige Aufgaben entsprechend des Ausbildungsstands erteilen

3. Überprüfung der Aufgaben per Videokonferenz

4. WhatsApp-Gruppe mit Azubis und Ausbildern zum regelmäßigen Austausch

5. Gratis Webinare für Azubis

6. Zusammenschluss mit anderen Ausbildungsbetrieben aus dem Innungsbezirk

7. Tauschbörse Übungsköpfe

8. Eigene Video-Tutorials zu besonders relevanten Themen nach der Krise: 
Telefontraining/ Salonmanagement/ Beratung