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1. Neues Kurzantragsformular
2. Hinzuverdienst möglich

Die Betriebsschließungen treffen das Friseurhandwerk und viele andere Branchen schwer. Im Gegensatz zu großen Industrieunternehmen verfügen diese zumeist kleinen Betriebe über keine oder nur geringe Rücklagen. Viele dieser Betriebe stehen vor gravierenden Liquiditätsproblemen; viele vor dem Aus. Die Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen der Bundesregierung und Soforthilfen der Länder sind bereits angelaufen. Sie zielen auf eine schnelle Unterstützung bei den laufenden Fixkosten wie Mieten und vertragliche Verbindlichkeiten.

Diese Betriebe nehmen aber in einem besonderen Maße auch Verantwortung für ihre Beschäftigte wahr, die sie dringend bei einer Wiedereröffnung des Salons brauchen. In diesem Zusammenhang spielt das Kurzarbeitergeld (KUG) eine zentrale Rolle, um in der Schließungszeit, in der nicht gearbeitet werden kann, Kurzarbeit anzuordnen. Dadurch erhalten die Mitarbeiter 60 % bzw. 67 % ihres Nettoentgelts von der Bundesagentur; die ebenfalls die Sozialabgaben übernimmt. Die Voraussetzungen wurden im Rahmen des sozialen Schutzschirms der Bundesregierung erleichtert.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat im Rahmen einer neuen Weisung auch einen vereinfachten Vordruck für den Antrag auf Kurzarbeitergeld vorgelegt:

1. Abgefragt werden noch die Stammdaten des Betriebs, die betroffenen Beschäftigten nach Geschlecht und die Gesamtzahl der Beschäftigten, Soll- und Ist-Entgelt sowie die Summe des zu zahlenden Kurzarbeitergeldes und die Höhe der zu erstattenden Sozialversicherungsbeiträge. Alle anderen relevanten Sachverhalte, wie z. B. die Inanspruchnahme von Resturlaub aus dem Vorjahr, sind pauschal mit der Unterschrift zu bestätigen.

2. Die Gründe für den Arbeitsausfall sind nur noch in vereinfachter Form darzulegen; es wird davon ausgegangen, dass der Arbeitsausfall auf das Coronavirus zurückzuführen ist.

3. Einzelvertragliche Vereinbarungen bzw. Änderungskündigungen zur Einführung der Kurzarbeit müssen nicht mit der Anzeige eingereicht werden, sondern nur noch zur Prüfung vorgehalten werden.

4. Anders als beim regulären Kurzarbeitergeld ist kein Erholungsurlaub aus dem laufenden Kalenderjahr zur Vermeidung von Kurzarbeit vorrangig zu nehmen. Es muss lediglich bestätigt werden, dass Resturlaubsansprüche aus dem Vorjahr vorrangig abgebaut wurden. Dies wird mit der Unterschrift unter dem Kurzantrag bestätigt.

5. Entgegen den Regelungen beim regulären Kurzarbeitergeld müssen ebenfalls im Zeitarbeitskonto keine Minusstunden aufgebaut werden. Allerdings gilt weiterhin, dass vor Kurzarbeit die Überstunden abgebaut werden müssen. Dies wird mit der Unterschrift unter dem Kurzantrag bestätigt.

Alle aktuellen Formulare sind auf der BA-Website downloadbar: www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/kurzarbeitergeld-bei-entgeltausfall

Hinweis: Für den besseren „Einstieg“ gibt es ein aktualisiertes 2-seitiges Übersichtsblatt der Bundesagentur für Arbeit (BA). Unter Berücksichtigung der neuen Regelungen und Verwaltungsvereinfachungen wird alles dargestellt, was beachtet werden muss (wie zu sehen auf den Video-Tutorials auf dieser Seite).

Wichtig ist:

1. Kurzarbeit der örtlichen Arbeitsagentur/Job-Center mit diesem Formular anzeigen.

2. Kurzarbeit mit den Mitarbeitern vereinbaren – Mustervereinbarung (Download)

3. Kurzarbeit mit diesem Formular beantragen – Achtung: neuen Kurzantrag verwenden (gilt bis 31.12.2020)

Hinweis:

Es besteht die Möglichkeit, dass Mitarbeiter, die sich in Kurzarbeit – durch die Salonschließungen sind das in der Regel 100 % Arbeitsausfall - befinden, in den „systemrelevanten“ Branchen eine Nebentätigkeit ausüben. In diesen Fällen reduzieren die damit verbundenen Einkünfte nicht das KUG bis zum Erreichen von 100 % des zugrundeliegenden „Nettos“. Diese Sonderregelung (§ 421c SGB III) ist neu und gilt nur in der Zeit vom 01. April bis 31. Oktober 2020. Die Regelung gilt auch nur für eine während des Bezugs aufgenommenen Beschäftigung in bestimmten Branchen: Dies sind u.a. Lebensmittelhandel und Versorgung, Landwirtschaft, Pflege und Gesundheitsweisen, Transport und Logistik, Energieversorgung und Entsorgung. Kommunikation und Medien.

 

 

 

Schwerpunkt Kurzarbeitergeld (KuG)