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Tanja Piontek

Frauenpower
Im Friseurhandwerk geben Frauen den Ton.

Weit über 90 Prozent der 250.000 Mitarbeiter im Friseurhandwerk sind weiblich. Und mehr als 80 Prozent der Salon werden von Unternehmerinnen geleitet. Kein Zweifel: Das Friseurhandwerk ist die Frauendomäne im Handwerk.

Doch die mit einer aktiven Berufstätigkeit verbundenen Herausforderungen sind für Frauen auch im Friseurhandwerk groß. Stichwort Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Denn gerade im Geschäft mit der Schönheit sind die Erwartungen der Kunden hoch und der Wettbewerb hart. Lange Öffnungszeiten und die notwendige Büroarbeit beim Management eines Salons erleichtern den Job als Friseurunternehmerin da nicht. Immer mehr Frauen organisieren sich deshalb auf Innungsebene und bilden lokale Netzwerke. Und auch Firmen wie zum Beispiel Schwarzkopf haben die Marktentwicklung erkannt und laden die Unternehmerinnen im Friseurhandwerkwerk zu Business Foren ein. Denn die Frauen Power im Friseurhandwerk macht Schule – auch bei Innungen und Verbänden.

Tanja Hartmann, Mitglied im ZV Modeteam und erfolgreiche Friseurunternehmerin.

Mit gerade einmal 27 Jahren ist Tanja Hartmann eine der erfolgreichsten Unternehmerinnen in ihrer Region Ibbenbüren. Ihr Salon ist 120 Quadratmeter groß und beschäftigt insgesamt 12 Menschen, darunter 4 Auszubildende. Aber auch über die Grenzen Ihrer Heimat hinaus ist der Name Tanja Hartmann bekannt. Als Mitglied im Modeteam des Friseurhandwerks setzt sie Trends und arbeitet am positiven Image des Friseurberufes.

Mit jungen 27 Jahren engagieren Sie sich in Innungen und Verbänden? Haben Sie keine Angst vor verstaubten Strukturen?

Tanja Hartmann: Ja, es gibt viele Vorurteile und manchmal gibt es auch Widerstände zu überwinden. Klar ist es einfach, die Vorurteile zu wiederholen und pauschal zu kritisieren. Aber ich finde, man muss sich einbringen, um etwas für das Friseurhandwerk zu tun. Und zur eigenen Überraschung bin ich überall offen aufgenommen worden.


 

Mitmachen lohnt sich. Aber haben es Frauen in Verbänden nicht besonders schwer?

Tanja Hartmann: Grundsätzlich nein. Aber man muss wissen, dass man Mehrheiten braucht. Die Methode „Kopf durch die Wand“ hilft eher nicht.

Was reizt Sie am Friseurberuf?

Tanja Hartmann: Natürlich die Mode und den Wunsch die individuelle Schönheit eines jeden Kunden herauszuholen. Spaß an der Veränderung, die Liebe zum Haar und natürlich der Wunsch optimalen Service zu bieten.

Wie verlief Ihre Karriere?

Tanja Hartmann: Der Grundstein war natürlich mein engagierter Ausbildungsbetrieb. Und dann das Wettbewerbsfrisieren. Das war sowohl in meiner fachlichen Entwicklung als auch für mich persönlich eine Art Katalysator und Türöffner. Alles ging dann so schnell. 2007 Deutsche Meisterin und Erfolg in Europa. Dann 2008 ein halbes Jahr in Paris.  Die Hauptstadt der Mode und ich mittendrin bei Shootings und Events. Und das Handwerkszeug dafür haben mir die duale Ausbildung im Salon und das Wettbewerbsfrisieren gebracht.

Wie ging es dann weiter?

Tanja Hartmann: Es ging es dann mit einem Stipendium auf die Meisterschule nach Oldenburg. 2009 folgte der Meister und 2012 habe ich dann mein Unternehmen übernommen.

Und warum das Engagement im Modeteam?

Tanja Hartmann: Es macht Spaß mit anderen Kollegen kreativ zu sein. Das bietet mir die Mitarbeit in der Mode. Mir ist wichtig das Image des Friseurhandwerks zu verbessern, ausgehend bei der Ausbildung und der Professionalität. Deshalb unterstütze ich den Verband.