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Im Rampenlicht: Für zugängliche Friseursalons

Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) und die Berliner Sozialhelden starten eine Partnerschaft, um mehr Friseursalons für Rollstuhlfahrer zugänglich zu machen. Oft kann schon eine mobile Rampe helfen, eine oder wenige Stufen vor dem Eingang zu überbrücken und neue Türen für die Friseurkunden mit Rollstuhl zu öffnen. Im Rahmen der Wheelramp-Aktion erhalten Innungsmitglieder jetzt 10% Rabatt auf die „Wheelramp“ für ihren Saloneingang.

 

 

Mit dieser engagierten Initiative unterstützt der ZV den Verein der Sozialhelden, damit noch mehr Salons für Friseurkunden mit Rollstuhl zugänglich werden. Der ZV findet: Es ist an der Zeit sich über das Miteinander, gerade in alltäglichen Lebenssituationen, Gedanken zu machen und sich als echter Dienstleister serviceorientiert zu zeigen.

Der in 2004 gegründete Verein „Sozialhelden e.V.“ macht mit kreativen Projekten auf soziale Probleme aufmerksam. Raul Krauthausen, Gründer der Sozialhelden und selber Rollstuhlfahrer, möchte die Menschen für gesellschaftliche Probleme sensibilisieren und zum Umdenken bewegen. Um Barrierefreiheit zu vereinfachen und mehr Menschen Zugang zu ermöglichen, bieten die Sozialhelden unter www.wheelramp.de mobile Rampen zu einem Preis ab 179 Euro zum Kauf an.

Wer für seinen Eingang eine „Wheelramp“ benötigt, sollte jetzt aktiv werden: Innungsmitglieder können über www.wheelramp.de eine Rampe erwerben und bekommen mit dem Vorteilscode „Innung2018“ jetzt 10% Rampen-Rabatt. „Wir hoffen, dass mit der Aktion Friseursalons auf die einfache Lösung aufmerksam werden und für das Thema Barrierefreiheit sensibilisiert werden”, erklärt Raul Krauthausen.

Mit dem Kauf der Rampe wird außerdem unmittelbar der gemeinnützige Verein der Sozialhelden unterstützt. „Wir wollen für alle unsere Kunden schnell und bequem erreichbar sein“, sagt auch ZV Präsident Harald Esser.

Die „Wheelramp“ ist eine zusammenklappbare Rampe, mit der ein bis zwei Stufen ohne bauliche Veränderung einfach zu überbrücken sind. Die leichte Aluminiumrampe ist somit für den mobilen Einsatz als auch für die feste Verlegung geeignet. Für den Fall, dass die Rampe nur bei Bedarf gezückt werden soll, wird ein Aufkleber mit dem Schriftzug „Wir haben eine Rampe!“ mitgeliefert.

Ein rollstuhlgerechter Salon kann heute ein klarer Wettbewerbsvorteil sein. Bedingt durch den demografischen Wandel müssen sich Friseure auf ältere Kunden einstellen. Und nicht nur Kunden mit Rollatoren und Rollstuhlfahrer, auch Familien mit Kinderwagen werden von Stufen vor der Eingangstür gebremst. Mit der mobilen Rampe kann kostengünstig eine Brücke zu den Salonkunden geschlagen werden. 

Der Sozialhelden-Gründer ermutigt außerdem Ladeninhaberinnen und Betreiber, ihren Standort in der „Wheelmap“ einzutragen. Die Sozialhelden haben sich schon im Sommer 2011 mit der Frage beschäftigt, wie man Menschen mit Mobilitätseinschränkungen informieren kann, ob sie in ein Café, Restaurant oder in einen Friseursalon hineinkommen. Sie sammeln seitdem die Informationen auf einer Onlinekarte namens „Wheelmap.org”, die heute über 850.000 markierte Orte weltweit hat. In der digitalen Karte sind Plätze und Orte verzeichnet, die rollstuhlgerecht oder eben nicht sind. „Wir sind allen dankbar, die sich an dem Projekt beteiligen, weil dadurch der Alltag für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen planbarer wird”, so Raul Krauthausen.

Der ZV und die Berliner Sozialhelden hoffen, dass sich viele Friseursalons, Innungen und Verbände dem Wheelramp-Projekt anschließen und zugleich vor Ort für positive Schlagzeilen rund um das Friseurhandwerk sorgen. Auf die Rampe, fertig, los!

 

Foto: ZV Präsident Harald Esser und Sozialhelden-Gründer Raul Krauthausen | Fotograf: Jonas Deister, SOZIALHELDEN e.V.