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Beauty Karriere nur im Friseurhandwerk.

Mit Skepsis und Zurückhaltung reagieren der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) und die Handwerksorganisationen in Deutschland auf die aktuelle Initiative von L’Oreal Deutschland, eine Friseurausbildung neben der dualen Handwerksausbildung zu etablieren.


25.03.2016 Kategorie: Karriere, Salonbusiness, Verband

„Die duale Ausbildung ist der Goldstandard für eine umfassende und breit angelegte Berufskarriere im Friseurhandwerk“,kommentiert ZV Präsident Harald Esser den aktuellen Versuch, eine sogenannte Alternative zur dualenHandwerksausbildung zu entwickeln. „International wird Deutschland für seine duale Ausbildung bewundert.Frankreich will sogar dieses Erfolgsmodell für seine berufliche Ausbildung übernehmen“, so Harald Esser weiter.

Qualität und Professionalität sind nach Überzeugung des Friseurhandwerks nur durch eine breite praxisnahe Ausbildungzu gewährleisten. „Das Handwerk verfolgt dabei einen umfassenden und ganzheitlichen Ansatz und erfüllt mit seinerAusbildungsleistung einen gesellschaftspolitischen Auftrag“, stellt auch ZV Hauptgeschäftsführer Jörg Müller klar.„Das ist der politische Wille und der gesetzliche Auftrag in Deutschland. Das Handwerk und seine Unternehmerorganisieren die Bildungspolitik und die Ausbildung in Eigenverantwortung. Und das ist gut so,weil es erfolgreich ist“, so Jörg Müller. Es sei bedauerlich, wenn L’Oreal nun diese Aufgabenverteilungin der Partnerschaft mit dem Friseurhandwerk verlassen wolle.

Mit rund 25.000 Auszubildenden gehört das Friseurhandwerk zu den größten Ausbildungsberufen in Deutschland.Innerhalb der dualen Ausbildung können talentierte Auszubildende innerhalb von zwei Jahren die Gesellenprüfungablegen. Die Meisterqualifikation ist bereits nach insgesamt nur zweieinhalb Jahren möglich.

Es bleibt vor diesem Hintergrund fraglich, wie die umfassenden Anforderungen an einen modernen Friseurberufin lediglich nur drei Praxismonaten vermittelt werden sollen. Und auch die weiteren Karrierechancen nach einer derartigenKurzausbildung bewertet der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks als stark eingeschränkt.

Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks sucht deshalb aktiv den Dialog mit L’Oreal Deutschland.Bis dahin wird man die Zusammenarbeit beim Gemeinschaftsprojekt „My Beauty Career“ ruhen lassen.