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Das Handwerk lehnt die geplante Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der Krankenkassenbeiträge ab.


07.06.2018 Kategorie: Verband

Mit einem klaren Statement reagiert ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke auf den Beschluss des Bundeskabinetts und verdeutlicht erneut dabei auch die Sichtweise der Unternehmer im Friseurhandwerk.

"Die Rückkehr zur Parität bei den Krankenversicherungsbeiträgen ist in der Sache falsch und bringt milliardenschwere Belastungen für unsere Handwerksbetriebe. Das trifft das lohnintensive Handwerk besonders. Alle zusätzlichen Arbeitskosten erhöhen für unsere Handwerksbetriebe den Wettbewerbsdruck, schwächen die Leistungsfähigkeit unserer Betriebe und werden sich negativ auf Wachstum und Beschäftigung auswirken. Konkret werden die Handwerksbetriebe mit ihren rund 5,5 Millionen Beschäftigten zusätzlich mit einer Milliarde Euro im Jahr belastet.

Schon jetzt finanzieren die Arbeitgeber einen höheren Anteil der Krankheitskosten der Arbeitnehmer, da sie allein die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall von Mitarbeitern zahlen. Bei der Beitragsfinanzierung jetzt noch einen draufzusetzen, ist das völlig falsche Signal.

Statt die Betriebe weiter zu belasten, wäre es sinnvoller, endlich die vielen versicherungsfremden Leistungen der Krankenkassen, die gesamtgesellschaftlich von Nutzen sind, auch von der Gesellschaft aus Steuermitteln zu finanzieren. Dadurch hätten sich die bisher allein von den Versicherten getragenen Zusatzbeiträge senken und im Idealfall sogar ganz abschaffen lassen. Die nun beschlossene Mehrbelastung der Arbeitgeber hätte im Übrigen auch ausgeglichen werden können, wenn der Bund endlich seine Beiträge für die Versicherung von ALGII-Beziehern an die Krankenkassen abgeführt hätte.

Wir bekennen uns ausdrücklich zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und zur Teilhabe und sind bereit, unseren angemessenen Beitrag dazu zu leisten. Aber genau deshalb dürfen unsere arbeitsintensiven Handwerksbetriebe in ihrer Leistungsfähigkeit nicht eingeschränkt werden. Die rote Linie beim Gesamtsozialversicherungsbeitrag liegt bei 40 Prozent."

Bild: ZDH/Schüler.