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Offene Ladenkasse erfordert kein Zählprotokoll


31.03.2017 Kategorie: Verband

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat in einem kürzlich veröffentlichten Beschluss (Az. X B 41/16) klargestellt, dass bei einer offenen Ladenkasse ein Kassenbericht, der auf der Grundlage eines tatsächlichen Auszählens erstellt worden ist, erforderlich und zugleich ausreichend ist.

Grundsätzlich ist bei einer sogenannten offenen Ladenkasse ein täglicher Kassenbericht unter Berücksichtigung eines tatsächlichen Auszählens der Bareinnahmen erforderlich. Der BFH hatte mit einer Entscheidung aus 2015 (Urt. v. 25.03.2015 – X R 20/13) mit zumindest missverständlichen Ausführungen zur Erforderlichkeit eines Zählprotokolls als formeller Voraussetzung der Ordnungsmäßigkeit der Kassenbuchführung für Irritationen gesorgt. Entsprechende Empfehlungen, den Geldbestand am Tagesende durch Zählprotokoll mit exakter Auflistung des Geldbestandes und der Stückzahlen nachzuweisen oder eine solche Einzelauflistung täglich anzufertigen, wurden z.T. von der Finanzverwaltung und in der Praxis gegeben.

In der neuen Entscheidung wird die genaue Auflistung der Stückzahl vorhandener Geldscheine und Münzen in Zusammenhang mit dem Kassenbericht als nicht erforderlich dargestellt. Die Entscheidung aus 2015 stelle auch keine Neuorientierung der Rechtsprechung dar. Erforderlich, aber auch ausreichend sein ein Kassenbericht, der auf der Grundlage eines tatsächlichen Auszählens erstellt worden sei.