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ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer zur Grundrenten-Debatte.


07.02.2019 Kategorie: Verband

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat mit seinem Vorstoß zur Grundrente eine hitzige Debatte ausgelöst. Er fordert: Wer 35 Jahre oder länger gearbeitet und in die Rentenkasse eingezahlt hat, soll eine Mindestrente erhalten, die mindestens zehn Prozent höher ist als die bisher gültige Grundsicherung. Konkret strebt Heil als Grundrente etwa 900 Euro an. Kritiker beklagen die fehlende Bedürftigkeitsprüfung.

Zur von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil vorgestellten Grundrente erklärt Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):

„Die von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil vorgestellte Grundrente geht weit über das bisherige Konzept im Koalitionsvertrag hinaus. Ein falscher Ansatz ist aus unserer Sicht vor allem, dass eine Bedürftigkeitsprüfung abgelehnt wird. Die Folge: Bei Rentnerinnen und Rentnern, die eine kleine Rente beziehen und bereits mit der Grundsicherung aufstocken, wird die höhere Rente zum großen Teil mit der Grundsicherung verrechnet. Sie haben dann ein paar Euro mehr in der Tasche, während etwa die gut versorgte Pensionärsgattin die Aufstockung komplett verbuchen kann. Das schafft neue Ungerechtigkeiten. Wenn bedürftige Rentner, die ein Leben lang gearbeitet haben, besser gestellt werden sollen - dann bitte vernünftig und nicht mit der milliardenschweren Gießkanne.“

Foto: ZDH | Boris Trenkel.