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Astrid Gaye

"Ich bin extrem ehrgeizig. Ich bin sehr erfolgreich. Ich liebe es, mich dem Wettbewerb zu stellen. Ich bin relativ angstfrei. Ich möchte mein Unternehmen und meine Mitarbeiter in eine gesunde Zukunft navigieren. Gleichzeitig bin ich sehr sozial, so ganz nebenbei alleinerziehende Mutter, und ich würde für meine Leute durch die Hölle gehen. Genau deshalb bewerbe ich mich hiermit zur Unternehmerin des Jahres",


11.03.2018 Kategorie: Unternehmerinnnen

mit diesen beeindruckenden Worten hat sich Astrid Gaye im März letzten Jahres für unseren Award 'Unternehmerin des Jahres im Friseurhandwerk' beworben. Erfolgreich – sie kam in der Jurywertung unter die Top 5 und stand auf der HAARE in Nürnberg als nominierte Finalistin auf der Bühne.

Ausgezeichnete Karriere

Astrid Gaye legte von Anfang an eine beeindruckende Karriere hin: 1993 beendete sie ihre Friseurausbildung als Innungsbeste und erhielt im Anschluss ein Stipendium im Rahmen der Begabtenförderung. Ihren Meistertitel erlangte sie 1996 – wiederum mit Auszeichnung. Drei Jahre lang arbeitete sie als Seminarleiterin bei Goldwell, später als Freelancerin für ghd und ließ sich bis heute vielseitig ausbilden, z. B. zur diplomierten Farbtyp- und Stilberaterin und Make-up Artistin. 1999 gründete sie gemeinsam mit Matthias Melde ihr Unternehmen 'M2 Hair Culture' und eröffnete in der Hanauer Landstraße in Frankfurt ihren ersten Salon, welcher bereits zweimal vergrößert wurde. Mit dem Gewinn des 'German Hairdressing Awards', Kategorie Publikum, im Jahr 2006 setzte sie einen weiteren Meilenstein. 2012 wurde die zweite M2 Filiale in der Bockenheimer Landstraße eröffnet. Sie wird von Matthias Melde geführt, Astrid Gaye leitet die ältere. In dieser beschäftigt sie derzeit 15 Mitarbeiter, darunter fünf Gesellen, drei Meister, eine Rezeptionistin sowie sechs junge Auszubildende. M2 Hair Culture wurde mehrfach als Top Salon ausgezeichnet und vielfach in großen Frauenzeitschriften empfohlen.

Erfolgsgeheimnis

"Das Geheimnis unseres Erfolges ist, dass wir von Anfang an großen Wert auf die Ausbildung von Azubis gelegt haben", schildert Astrid Gaye. Dabei legt sie feste Trainingszeiten und -pläne zugrunde. "Wenn die fachlichen und menschlichen Ansprüche hoch sind, kann einem der freie Markt niemals die Mitarbeiter liefern, die man sich wünscht", begründet sie. "Von meinen acht Stylisten haben sechs ihre Ausbildung bei M2 absolviert. So haben wir über die Jahre hinweg ein Team aufgebaut, das die DNA von M2 lebt. Unsere Gäste schätzen die Kontinuität der Gesichter." Ihre Mitarbeiter sind das Wichtigste für sie, denn: "In den nächsten Jahren wird es in unserer Branche sehr turbulent zugehen. Das werden einige nicht überleben. Die größte Herausforderung ist ganz klar die Mitarbeitersituation." Ihre Angestellten sind z. T. schon 17 Jahre bei ihr. Durch faire Gehälter, Provisionen und Boni setzt Astrid Gaye auch finanziell die richtigen Anreize. Über regelmäßige Preiserhöhungen macht sie dies möglich: "Gute Leute müssen gut verdienen", so die Unternehmerin. Des Weiteren haben die Mitarbeiter die Option, sich als Trainer im Ausbildungsbereich zu engagieren oder sich z. B. beim Styling für den Radio Regenbogen Award einzubringen. Regelmäßige Teammeetings, jährliche Gespräche mit Leistungsfeedback und Entwicklungsplänen sowie Qualitätsstandards halten die Mitarbeiter immer up-to-date.

Spezialisierte Mitarbeiter

Astrid Gaye ist es sehr wichtig, ihre Mitarbeiter nach ihren Fähigkeiten zu spezialisieren: "Viele Friseure fürchten die Konkurrenz durch ihre eigenen Mitarbeiter. Das ist kurzsichtig, wir praktizieren das Gegenteil. Alle Mitarbeiter beherrschen die Kerndienstleistungen, und dennoch haben wir uns immer bemüht, Spezialisten herauszubilden. Wir haben Experten für Extensions, Permanent Straight, Keratin-Treatment, Make-up usw. Wir vergeben Verantwortlichkeiten, aber wir akzeptieren auch, dass nicht jeder mega ehrgeizig ist. Wir bieten einen wunderschönen Arbeitsplatz, ein Konzept, das funktioniert, eine lockere Arbeitsatmosphäre ohne spürbare Hierarchie. Was wir fordern, ist der Wille, sich weiterzuentwickeln und konstruktives Feedback anzunehmen. Wir erwarten einiges, aber gleichzeitig 'menschelt' es bei uns ganz gewaltig." Es 'menschelt' auch im caritativen Engagement der 44-Jährigen: So setzt sie sich u. a. für Menschen mit geistiger Behinderung ein oder für die Frankfurter Tafel. Fachliche Inspiration holt sich Gaye, die man bei jedem wichtigen Branchenevent trifft, z. B. bei der Berlin Fashion Week, den Global Color Zooms oder dem Kao mbe-Kongress.

Fit für die Zukunft

Selbstverständlich für Astrid Gaye ist es auch, ihr Geschäft kontinuierlich digital weiterzuentwickeln. Dazu gehört z. B. die Möglichkeit, Termine online zu vereinbaren. Es gibt sogar eine eigene M2 App zur Terminvereinbarung mit direkter Bestätigung und 24 Stunden vor dem Termin nochmal eine Erinnerung per Mail. Auch die Social Media Präsenz, die ihr mittlerweile rund 50% der Neukunden bringt, soll weiter ausgebaut werden; eine neue Homepage ist kürzlich an den Start gegangen. Astrid Gaye weiß, dass Erfolg in der Zukunft nicht zwangsläufig mit weiteren Filialen einhergehen muss: "Die Priorität liegt nicht bei Wachstum, sondern in der Qualitätssicherung und -steigerung." Damit dürfte Astrid Gaye auch für die kommenden Jahre hervorragend aufgestellt sein. Daniela Hamburger