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Ausbildungsvergütung muss Sache der Tarifpartner bleiben.


09.04.2019 Kategorie: Topnews

Der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) Ingo Kramer und der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) Reiner Hoffmann haben der Bundesregierung einen Vorschlag für die konkrete Ausgestaltung der Mindestausbildungsvergütung vorgelegt.

Ab 2020 sollen Azubis demnach im ersten Jahr mindestens 515 Euro bekommen. Für das zweite und dritte Ausbildungsjahr ist ein Anstieg um jeweils 100 Euro vorgesehen. Die Betriebe sollen diese Untergrenze jedoch unterschreiten dürfen, wenn eine geringere Ausbildungsvergütung in einem Tarifvertrag geregelt ist. Ob und in welcher Form die Bundesregierung diesen Vorschlag der Sozialpartner aufgreift, ist noch nicht absehbar.

Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) hat sich von Beginn an gegen die gesetzliche Festlegung einer Mindestausbildungsvergütung ausgesprochen. „Die gesetzliche Festsetzung einer Mindestausbildungsvergütung ist ein schwerer Eingriff in die gelebte Betriebs- und Tarifautonomie. Ausbildungsvergütung muss Sache der Tarifpartner bleiben.", betont ZV Präsident Harald Esser.

Der Vorschlag von BDA und DGB stellt vor dem Hintergrund der im politischen Raum diskutierten höheren Zahlen zwar eine Verbesserung dar, für einzelne Gewerke und für Betriebe bedeutet er in strukturschwachen Regionen aber eine erhebliche Überforderung.

„Eine Mindestausbildungsvergütung wird zu einer Verteuerung der Berufsausbildung im Friseurhandwerk in vielen Bundesländern führen und geht im Umkehrschluss zu Lasten der Ausbildungsbereitschaft“, befürchtet ZV Präsident Esser.

Über den weiteren Fortgang dieser Debatte werden wir Sie zeitnah auf dem Laufenden halten.