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Maskenbildner wirbt mit Friseurtätigkeiten.


26.07.2019 Kategorie: Verband

Das Landgericht Karlsruhe hat mit seiner Entscheidung vom 14. Juni 2019 die Werbung eines Maskenbildners mit Tätigkeiten aus dem Friseurhandwerk untersagt.

Ein Maskenbildner warb in seinem Ladengeschäft und im Internet mit Preislisten, wie sie für einen Friseursalon typisch sind: zum Beispiel „Waschen, Schneiden, Föhnen“, „Komplettfärbung“ und „Dauerwelle“. Da der Maskenbildner das Friseurgeschäft jedoch ohne entsprechende handwerksrechtliche Rolleneintragung betrieben hat, hatte er keine Berechtigung mit Tätigkeiten eines Friseurs zu werben. Die Handwerkskammer Karlsruhe erwirkte daher, nach intensivem Austausch mit dem Zentralverband, über ein Verfahren der Wettbewerbszentrale eine gerichtliche Klarstellung mit Signalwirkung für das Friseurhandwerk.

Walter Bantleon, Leiter Bereich Recht und Handwerksrolle bei der Handwerkskammer Karlsruhe, erläutert, dass diese Tätigkeiten zum Kernbereich des zulassungspflichtigen Friseurhandwerks gehören und damit den eingetragenen Fachbetrieben vorbehalten sind. Der Werbende hat sich darauf berufen, als Maskenbildner entsprechend tätig sein zu dürfen. Für den Maskenbildner gilt keine Meisterpflicht, allerdings unterscheidet sich das Berufsbild stark von dem des Friseurs.

Laut Bantleon ist die Entscheidung über den Einzelfall hinaus von Bedeutung. Es sei immer wieder vorgekommen, dass unter dem Deckmantel eines Maskenbildners tatsächlich ein Friseursalon betrieben wurde. Diese Entscheidung stärke die ordnungsgemäß eingetragenen Fachbetriebe des Friseurbetriebs, die sich an die geltenden Spielregeln halten.

Die Handwerkskammer leite im Fall der unberechtigten Handwerksausübung nicht nur wettbewerbsrechtliche Verfahren, sondern insbesondere auch Bußgeld- und Betriebsuntersagungsverfahren ein.

Foto: Dean Drobot | shutterstock.de.